Dr. Klöti unterrichtet Geschichte

Heute ist also der erste Morgen, wo ich mit dem Bus allein in die Schule fahren muss. Ich habe noch Glück im Unglück, denn meine Bushaltestelle ist ziemlich am Anfang der Busstrecke und so ergattere ich mir am Morgen noch problemlos einen Platz. Einen Sitzplatz versteht sich. Aber am Nachmittag, wenn die Schule fertig ist, muss ich erkennen, dass ich keine Chance habe. Es ist nicht mal ans Einsteigen zu denken, denn der Bus fährt einfach, ohne die Türen zu öffnen, total vollgestopft mit Schülern an mir vorbei. Ich warte also eine geschlagene halbe Stunde, bis ich mich in den  nachfolgenden auch ziemlich vollen Bus quetschen kann. Ich dachte immer die Trams in Zürich wären überfüllt…!

So, nun zum heutigen Schultag. Mein Banknachbar in der Mathestunde heisst Oleg. Oleg hat russische Wurzeln; seine Eltern sind von Russland nach Irland ausgewandert. In Wirtschaft sitze ich neben David und in einigen anderen Fächern neben Walter. Walter ist ein Jahr jünger als ich. Ueberhaupt gibt es in meiner Klasse grosse Altersunterschiede. Die Jüngsten sind erst knapp 15 und die Aeltesten sind 17 Jahre alt. Der Grund für diese Differenz ist, dass die Jüngeren direkt vom „Junior Cycle“ in diese Klasse stossen, während die Aelteren ein „Transition Year“ dazwischen absolviert haben. Das ist so etwas wie ein Uebergangsjahr, in welchem man Zeit hat um an Projekten zu arbeiten, experimentieren kann, Ausflüge macht – einfach wo der Unterricht nicht so kopflastig ist und man Gelegenheit hat, um sich über die Zukunft Gedanken zu machen. Jetzt sind wir also alle im „Senior Cycle“, der zwei Jahre dauert. Wir sind im ersten Jahr. Mein Gastbruder Sean ist schon im zweiten Jahr.

Geschichtsunterricht erteilt uns ein Lehrer, der rekordverdächtig schnell spricht. Das tönt etwa so wie Giacobbo, wenn er Dr. Klöti parodiert. Dr. Klöti nimmt sich in dieser Infosendung auch gleich einem meiner dringensten Probleme an, nämlich dem Platzproblem im öffentlichen Verkehr. Hier ein kleiner Video-Clip:

Heute Abend habe ich, wie angekündigt, ein Jahresabo für das nahegelegene Fitnessstudio gelöst. Ich nehme mir fest vor, ein bis zwei Mal pro Woche dort zu trainieren, damit ich die sehr feinen Mahlzeiten meiner Gastmutter ohne schlechtes Gewissen geniessen kann und auch bei den obligatorischen Desserts voll zulangen kann.

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