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Es gefällt mir sehr hier. Alle Fächer sind interessant und ich kann gut dem Unterricht folgen. Der Englischunterricht bereitet mir etwas Mühe, hauptsächlich weil er natürlich als Erstsprache ausgelegt ist und nicht wie bei uns als Zweitsprache. Man geht also davon aus, dass man zu Hause Englisch spricht und nicht bei den Basics beginnen muss. Dazu kommt, dass unsere Englischlehrerin stets übel gelaunt ist. Das einzige was ihre Laune schlagartig aufhellt ist das Rezitieren von Gedichten. Dann blüht sie für kurze Zeit auf und ist wie in einer anderen Welt. Leider ist das nicht von Dauer. Mit dem Ende des Gedichtes ist auch Schluss und aus mit der guten Laune.

Heute habe ich herausgefunden, dass ich nach der Schule offenbar jeweils an der falschen Busstation gewartet habe. Ich fand es schon seltsam, dass der Bus stets überfüllt an mir vorbei gefahren ist. Per Zufall habe ich heute eine andere Station ganz in der Nähe entdeckt. Dort warteten die meisten anderen Schüler. Auch dort hat es nicht viel Platz aber wenigstens kann man direkt in den Bus einsteigen ohne zu warten.

Von den vielen Schülern in den Gängen habe ich ja schon mehrfach berichtet. Heute habe ich noch erlebt, dass jüngere Schüler (Primarschüler) sich zum Teil einen Spass daraus machen sich wie Rugby-Spieler zwischen die Menge zu werfen und andere Schüler wegzustossen. Vielleicht mache ich das jetzt auch mal.

Jetzt noch ein Wort zur Kantine. Oder was hier Kantine genannt wird. Eigentlich ist es eine Art Kiosk. Warme Küche gibt es nicht, nur eine eingeschränkte Auswahl an Sandwiches und Soft Drinks. Wie die meisten Schüler nehme ich aber mein Essen von zu Hause mit in einem Lunchpaket. Da wir nur einen sehr kurzen Mittag von knapp einer Stunde haben reicht es auch nicht für viel mehr. Ich spiele meist mit den anderen zusammen Basketball und schlinge mein Sandwich in wenigen Bissen herunter. Dann muss ich auch schon wieder in die Klasse.

Von meiner Schule in Zürich bin ich mich gewohnt, dass der Sportunterricht nach Geschlecht getrennt stattfindet. Dadurch ergibt sich, dass sehr oft Fussball auf dem Programm steht. Hier in Irland, dachte ich es werde ähnlich sein, vielleicht sogar noch mehr als bei uns, weil ja die Iren so Fussball-begeistert sind. Doch dem ist nicht so. Der Unterricht ist gemischt (Jungen und Mädchen) und daher spielt der Fussball eine untergeordnete Rolle.

Gerade habe ich noch ein Mail bekommen von meiner Schule in der Schweiz (KEN). Ich soll doch bitte sofort das ausgeliehene Französisch-Buch zurück bringen! Haha, ich bin in Irland, das Buch bekommt ihr nie wieder. Also gut, dann schaue ich mal ob meine Eltern es noch finden. Good luck oder besser „bonne chance“!

shamrock

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