Eduardo aus Mexico

Was heute besonders ist? Heute kommt mein Zimmer-Mitbewohner aus dem fernen Mexiko. Ich komme gerade von der Schule nach Hause und habe vollkommen vergessen, dass ich heute meinen Zimmergenossen kennenlerne, der für die nächsten sechs Monate bleibt. Zwar stört es mich, dass ich nicht mehr so viel Platz haben werde, aber gleichzeitig freue ich mich über etwas Gesellschaft.

Wie immer gehe ich ins Gym. Als ich gerade auf dem Weg zurück bin, fährt ein Taxi an mir vorbei. Könnte dies der geheimnisvolle mexikanische Mitbewohner sein? Raschen Schrittes eile ich zum Haus. Und tatsächlich, das Taxi parkt vor Margarets Haus. Gerade sehe ich wie der dicke Taxifahrer klingelt. Doch es öffnet niemand. Er will wieder ins Auto steigen, da bemerkt er mich. Er fragt mich ob ich hier lebe. Ich bejahe seine Frage und erwidere, dass ich einen Schlüssel habe und den Zimmergenossen bereits erwarten würde.

Der Mexikaner sitzt still hinten im Taxi. Ich bin gespannt wie er aussieht und ob er wohl einen Sombrero trägt. Er steigt aus und stellt sich mir als „Eduardo“ vor. Er wirkt scheu wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Es ist sein erstes Mal alleine im Ausland und er spricht nur gebrochen Englisch.

Ich öffne die Tür mit meinem persönlichen Hausschlüssel und helfe Eduardo die Koffer nach oben zu tragen. Plötzlich geht der Alarm los! Eduardo! Du darfst diese teure Vase nicht nehmen, die gehört Margaret!

Nein, so war es natürlich nicht! Eigentlich war es mein Fehler, denn ich habe vergessen den Alarm zu deaktivieren. Eduardo steht mit grossen angsterfüllten Augen da. Ich lache und beruhige ihn. Ich zeige ihm das ganze Haus und mache mich dann unten in der Küche an die Hausaufgaben. Schon bald geht die Haustür geht auf und Margaret kommt nach Hause. Es stellt sich heraus, dass Eduardo eigentlich erst eine Stunde später hätte kommen sollen und sie froh ist, dass ich gerade zuhause war. Plötzlich steht mein neuer Zimmergenosse neben uns und hält Brot und Schokolade in der Hand. Dazu noch so ein komischer Stab. Er erklärt uns, dass man die Schokolade damit zermalmen kann um sie dann in die Milch zu geben. So ganz habe ich es auch nicht verstanden. Geschenke für Margaret, doch mit ziemlicher Sicherheit werde ich davon kosten!

Mal sehen wie sich mein neuer Mitbewohner so macht. Er geht übrigens in die EF-School im Stadtzentrum von Dublin. Er muss mittags um 12 Uhr in seiner Schule sein. Ich hoffe, ich wecke ihn nicht, wenn mein Wecker morgens um 6:50 losgeht, in voller Lautstärke versteht sich.

Ich vermute in einigen Tagen wird Eduardo sich etwas entspannter gebärden. Ich glaube gesehen zu haben, dass er eine kleine mexikanische Gitarre (auch “Vihuela” genannt) ausgepackt hat. Wie könnte es dann tönen? Wie könnte das aussehen? Dazu habe ich mir natürlich verschiedene Szenarien ausgedacht. Nach meinen Berechnungen ist das Folgende am wahrscheinlichsten:

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