Caspar`s fieser Plan

Tim GasserCaspar ist ein wirklich wahnsinnig lustiger Hund. Naja…, sagen wir mal mehr wahnsinnig als lustig, aber was soll‘s. Ich komme gerade die Treppe herunter als das böse Hundetier mich mit seinen schwarzen Knopfaugen anstarrt. Selbstverständlich mit seinem Teddy im Maul. Sobald ich mich schnell bewege, will er mir ins Hosenbein beissen! Was ist nur los mit diesem Hund? Er macht das nur wenn ich mit ihm allein bin. Sobald Robert (mein Gastvater) dazu stösst, packt er wieder seinen Teddy und rennt davon. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass mich Caspar nicht mag und er nur so lieb tut solange irgendein Familienmitglied anwesend ist. Insgeheim hat er schon einen Plan ausgeheckt, wie er mich beseitigen könnte. Ich habe ihn schon mal dabei ertappt wie er mich heimlich beobachtete. Als er merkte, dass ich etwas von seinem dunklen Vorhaben ahne, rannte er schnell in den Garten und tat wie nichts wäre. Dieser Hund führt ein Doppelleben! Zum Glück bin ich in den oberen Etagen sicher vor ihm, denn das weisse Hundetier kann die Treppe nicht hoch hopsen, weil er das irgendwie nie gelernt hat…! Nie gelernt? Häää?

afdsdsafdsafKopfschüttelnd esse ich meine Cornflakes. Ich esse sie absichtlich langsam, da ich weiss, dass ich nachher den ganzen Tag Hausaufgaben machen darf, kann, muss. Gestern dachte ich noch, dass gar nicht so viele Aufgaben zu erledigen wären, aber jetzt sehe ich den riesigen Stapel vor mir und meine Motivation sinkt in den Keller. Aber machen muss ich die Hausaufgaben trotzdem. Also ran an die Arbeit, auch wenn es den ganzen Tag dauert und ziemlich langweilig werden wird.

Später am Abend, als ich alles gemacht habe, erzählt mir Margaret etwas über den verrückten Hund. Sie sagt, sie habe mehrere Hundemäntelchen für Caspar, falls es mal regnet und der bösarti…, ääh, liebe Hund trotzdem raus will. Sie zieht ihm dann ein lustiges gelbes oder ein lustiges rotes oder auch ein lustiges grünes Hunderegenmäntelchen an. Beim grünen kommt mir dann gleich ein „Leprechaun“ in den Sinn. Das sind doch diese irischen Kobolde, die zu einem Wahrzeichen von Irland wurden. Zudem hat er noch ein paar andere Kleider (sogar ein Weihnachtsmann-Kostüm) die ihn im Winter warm halten sollen. Obwohl Caspar schneeweiss ist (ignorieren wir seine immerzu dreckige Schnauze mal), kann er Schnee nicht ausstehen. Das werde ich mir merken. Falls er mich mal angreift, bombardiere ich ihn im Winter einfach mit Schneebällen!leprechaun hund

Während ich diesen Text hier verfasse, tut mir mein Kopf übrigens ziemlich weh. Der fiese Caspar bellt jetzt schon 15 Minuten ununterbrochen. Habt ihr schon mal so kleine Hunde bellen gehört? Das kann einen wahnsinnig machen!

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2 thoughts on “Caspar`s fieser Plan

  1. Hallo Tim – Als passionierter Hundetrainer bin ich auf Deinen Blog aufmerksam geworden. Das beschriebene Verhalten von Problemhund Kaspar führe ich auf die langjährige Einzelhaltung zurück. Der ‘Urhund’ also der Vorfahre des heutigen Hundes tummelte sich in den Wäldern und war stets im Rudel unterwegs. Kaspar möchte nun Anschluss an Dein Rudel suchen und diese Ziel verfolgt er mit grosser Hunde-Energie. Wie kannst Du Problemhund Kaspar helfen? Du musst an den Urhund in ihm appellieren und Deinen eigenen Urmenschen zum Vorschein bringen. Suche dazu einen besonders leckeren Knochen und biete ihn Kaspar beim nächsten Vorfall als Zeichen der Verbundenheit an. Du wirst sehen, Knochen sagen mehr als tausend Worte. Gruss aus Zürich von Hundetrainer Beller.

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