Running with Scissors

English

t-shirt-casual-friday-bilder-1174Last Friday we had a ‘No Uniform Day’ at school. Normally, you’re not allowed to go anywhere near school without wearing the official uniform. If you do, you are immediately sent home and reprimanded. Even if you just wear different shoes or a different jacket, it’s simply not allowed. Not so on ‘non-uniform day’.  In fact on this day you will not find anyone wearing uniform anywhere on the school grounds. You may remember the ‘pink day’ we had a while ago. This was exactly the same but without the requirement to wear anything pink. This time it wasn’t for charity but simply to give students a chance to come to school in their normal everyday clothes.

Not having to wear a uniform for once feels great and it reminds me of my school back home in Switzerland where every day is a “No Uniform Day”. When you are at home, you take many things for granted. During my time here, I have learned to appreciate small things that are quite normal at home but unusual or unknown here. For example, the school bus is always late to arrive here and people just accept it. But last Friday it was actually on time for once. I took this as a sign that the rest of the day would also be nice and I was right.

6cbcada3-7863-443d-86cd-f4d47eb9fc68$$no_cell_phoneThe downside of the no-uniform day is, that it’s much harder to spot the teachers. Normally teachers come to work in their normal clothes while the students all wear uniform. So teachers tend to stand out of the crowd and can be spotted quite easily. However, on Friday this was not the case and many students were caught using their mobile phone just because they couldn’t hide them fast enough.

Not being allowed to use mobile phones on the school grounds is one of the many school laws and regulations. Every misconduct carries a clear sentence. If you use the mobile phone and you are caught, the phone is taken away for a full week.

casual-fridayWhen I got here, I was given a book called the 5th year journal. It’s quite heavy and almost as thick as all the books in the “Harry Potter” series put together (but unfortunately not as gripping to read…). A big part of the journal are the school laws which are all printed in this book. When you start school, you are asked to sign a number of mandatory forms and contracts. For example, there’s an “anti-bullying”-agreement that you need to sign. I have never taken the time to completely read through all the laws and regulations in the book but it’s very informative, although much of what is written should just be common sense: Don’t bully other students, don’t physically or verbally attack teachers or students, do your homework, don’t run around naked etc. I haven’t actually seen the law about not running around naked but I’m sure it’s somewhere in there.

The book lists each “law” and also the punishment that can be expected if you break a rule. The rules are not just made up, they are even based on official Irish laws.

So that you can better understand this, here’s an example of what I’m talking about:

Legislation:

The school will provide information on the following legislation relating to the use of the Internet with which teachers, students and parents should familiarise themselves:

  • Data Protection (Amendment) Act 2003
  • Child Trafficking & Pornography Act 1998
  • Interception Act 1993
  • Video Recordings Act 1989
  • Data Protection Act 1988

GAVEL_2717216bSo how does this very detailed book of school regulations stack up when compared to Switzerland? Well, we don’t really have anything similar. Of course there are certain things that are not allowed (such as running around naked on school grounds) but usually you’re at the mercy of what each teacher defines as right or wrong for his class. With time, students now exactly, what is possible in each class and with each teacher. Is it fair? Well, not always, because if a teacher likes a particular student, he will be more tolerant. For example, if you forget your homework, this could mean anything from staying after class to a friendly “well, why don’t you just complete the work tomorrow”.  Because the rules are not clearly spelled out, each new class has to test out the extent of what’s possible. So the Irish system tends to be fairer because everyone knows what’s allowed and what’s not tolerated.

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I’m not going to publish all of the rules and regulations here because that would be both extremely boring and also pointless. But if you are interested in learning more about the school policies, just click on this link.

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Deutsch

Letzten Freitag, gab es an unserer Schule wieder einen Tag ohne Uniform-Tragepflicht. Normalerweise ist es nicht erlaubt sich ohne Uniform auch nur in die Nähe der Schule zu begeben. Tut man es trotzdem wird man sofort nach Hause geschickt und natürlich auch verwarnt. Das gilt auch wenn man „nur“ andere Schuhe oder eine andere Jacke trägt, es ist schlicht und einfach nicht erlaubt. Am „No Uniform“ Tag ist es komplett anders. An diesem Tag sieht man auf dem Schulgelände wie der Name es schon andeutet keine einzige Person, die eine Uniform trägt. Ihr erinnert euch sicher an den „Pink Day“, denn wir vor einiger Zeit hatten. Also dieser Tag war ziemlich ähnlich, nur dass man keine pinken Sachen tragen musste. Auch ging es diesmal nicht um Wohltätigkeit oder Spenden sondern einfach darum, denn Schülern eine Chance zu geben einmal in normalen Kleidern zur Schule zu gehen.

Es fühlte sich grossartig an einmal keine Uniform tragen zu müssen und es hat mich an die Schule zu Hause in der Schweiz erinnert wo jeder Tag ein Uniform-freier Tag ist. Wenn man zu Hause ist, nimmt man viele Dinge als selbstverständlich an. Während meiner Zeit hier habe ich gelernt auch kleine Dinge zu schätzen, die zu Hause als normal gelten aber hier ungewohnt oder gänzlich unbekannt sind. Zum Beispiel kommt hier der Schulbus wirklich fast jeden Tag zu spät und es wird einfach als normal akzeptiert. Aber letzten Freitag war der Bus ausnahmsweise wirklich pünktlich. Für mich war das ein Zeichen, dass auch der Rest des Tages gut sein würde und ich hatte recht.

Der „Keine Uniform“-Tag hat aber auch einen Nachteil, es ist viel schwieriger einen Lehrer von einem Schüler zu unterscheiden. An normalen Schultagen kommen die Lehrer in Alltags-Kleidern zur Schule und die Schüler tragen die offizielle Uniform. Dadurch stechen die Lehrer aus der Menge heraus und man sieht sie schon von weitem kommen. Am Freitag war es aber ganz anders und es gab ein paar Schüler, die an diesem Tag ihr Handy abgeben mussten weil sie es nicht rechtzeitig verstecken konnten.

Die Regel, dass man keine Mobiltelefone auf dem Schulgelände benutzen darf ist eine von sehr vielen Regeln die es hier gibt. Jede Uebertretung zieht eine klar definierte Strafe nach sich. Wenn man zum Beispiel das Telefon trotz Verbot benutzt muss man es für eine ganze Woche abgeben.

Als ich hier angefangen habe, hat man mir gleich am ersten Tag ein Buch gegeben: das „5th Year Journal“. Es ist so dick und schwer wie alle Bücher der Harry Potter Saga zusammen (aber leider nicht so spannend geschrieben….). Ein grosser Teil dieses Buches sind die Regeln und Richtlinien der Schule. Wenn man mit der Schule anfängt muss man diverse Verträge und Formulare unterschreiben, so zum Beispiel ein Anti-Mobbing Formular. Ich hab mir bisher noch nicht die Zeit genommen alle Richtlinien und Regeln im Detail durchzulesen aber es ist trotzdem sehr informativ darin zu blättern. Vieles was darin steht ist einfach gesunder Menschenverstand: Kein Mobbing von anderen Schülern, keine körperlichen oder verbalen Uebergriffe auf Mitschüler oder Lehrer, die Hausaufgaben immer pünktlich machen, nicht nackig über den Schulhof rennen, etc.  Das Gesetz mit dem nackt herumrennen habe ich zwar noch nicht selbst gesehen aber ich bin mir sicher es steht irgendwo in dem Buch.

Da Buch listet jedes „Gesetz“ auf und auch immer gleich die Strafe dazu wenn man sich nicht daran hält. Diese Gesetze sind nicht einfach willkürlich ausgedacht sondern basieren auf dem offiziellen irischen Gesetzbuch.

Damit ihr das besser verstehen könnt, hier ein Beispiel dazu:

Gesetzeserlass:

Die Schule stellt Informationen zu Verfügung über die folgenden Gesetze mit Bezug auf die Verwendung des Internets. Lehrer, Schüler und Eltern sollten sich mit diesen Gesetzen vertraut machen:

  • Datenschutz-Gesetz (Ergänzung) 2003
  • Gesetz gegen Kinderhandel und Kinder-Pornographie 1998
  • Ueberwachungsgesetz 1993
  • Gesetz zur Videoüberwachung 1989
  • Datenschutz-Gesetz 1988

Was kommt dabei heraus wenn man nun dieses Buch mit sehr genauen und detaillierten Regeln mit dem System in der Schweiz vergleicht? Nun ja, wir haben in der Schweiz eigentlich nichts Vergleichbares. Natürlich gibt es auch Dinge, die generell nicht erlaubt sind (wie das nackig auf dem Schulhof herumrennen) aber normalerweise ist es der einzelne Lehrer, der bestimmt was geduldet wird und was nicht. Das ist zudem in jeder Klasse und bei jedem Lehrer etwas anders. Das ist auch nicht besonders fair, denn wenn man zu einem Lehrer ein gutes persönliches Verhältnis hat, lässt er einem auch mal etwas durchgehen. Das ist in Irland eben nicht so, der Lehrer hat keinen grossen Ermessens-Spielraum, die Regeln sind klar und jeder weiss was erlaubt ist und was nicht toleriert wird. In der Schweiz muss jede neue Klasse wieder neu austesten was eben geht und was nicht.

Ich werde jetzt hier nicht alle Regeln meiner irischen Schule auflisten, das wäre ziemlich sinnlos und auch etwas langweilig… Aber wenn ihr mehr darüber wissen wollt, klickt einfach auf diesen Link.

http://www.adamstowncc.ie/index.php/school-policies-2

 

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4 thoughts on “Running with Scissors

  1. Common sense – eine Rarität, die es zu hüten gibt 🙂
    Manchmal frage ich mich schon… wenn man den Menschen plötzlich alles sagen muss – keine Katze in die Mikrowelle, Zigarre ist nach dem Anzünden weg – wo führt das noch hin?
    ~~~
    Lieber Tim, wir kennen uns kaum mehr als einen Millimeter, aber ich bekomme das Gefühl nicht los, dass du vielleicht etwas über Christoph (http://margaauwald.wordpress.com/2014/12/04/zweckdienliche-hinweise-erbeten/) wissen könntest.
    Vielleicht hat es hier keinen Platz, aber bei mir oder Jutta (http://juttareichelt.com/2014/12/03/chistoph-ist-verschwunden-literarische-hinweise-dringend-erbeten/) immer. Gerne.
    Best wishes!

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